• Protoscolices-Hacken von E. granulosus

    SAF-Stuhl

    © LG1
  • Protoscolices von
    E. granulosus

    Zystenflüssigkeit

    © LG1

Kurzinformation:Echinococcus granulosus (Hundebandwurm)

Vorkommen: E. granulosus kommt weltweit vor. E. granulosus bevorzugt als Endwirt den Hund, kommt aber auch beim Fuchs vor.

Übertragung: Der Mensch wird als Zwischenwirt (Fehlwirt) mit dem Larvenstaduim (Hydatide oder Finne) befallen.
Die Infektion erfolgt oral durch Aufnahme infektiöser Eier aus Hunde-, Katzen- bzw. Fuchskot. Der Kontakt kann auch über Tierfell oder kontaminierte Nahrungsmittel erfolgen.

Inkubation: unklar, vermutlich Jahre

Präpatenz: Die Zysten bzw. Hydatiden sind erst nach Jahren nachweisbar.

Mögliche Manifestation: Unspezifische Symptome erscheinen oft erst nach Jahren. Die Leber ist fast immer betroffen, wodurch es zu dumpfen Oberbauchschmerzen, Verdauungsstörungen und Aszitesbildung kommen kann. Befall anderer Organe, wie Lunge oder Gehirn können die Symptome variieren.

Therapievorschlag: Meist kombinierte operative und medikamentöse Therapie erforderlich.

Literatur: W. Lang, T. Löscher: Tropenmedizin in Klinik und Praxis, Thieme Verlag, 3. Auflage.
H. Mehlhorn, D. Eichenlaub, T. Löscher, W. Peters: Diagnostik und Therapie der Parasitosen des Menschen, Verlag Gustav Fischer, 2. Auflage.

Kommentar zur Routinediagnostik:

Die Diagnose erfolgt klinisch und mittels bildgebender Verfahren. Die Serologie wird unterstützend bei klinischem Verdacht eingesetzt. Die Sensitivität ist für Lungenechinokokkosen nur 60-70%, bei Leberbefall etwa 80-90%.

Eine serologische Unterscheidung der beiden Arten ist möglich. Die Therapie besteht meist aus chirurgischen und chemotherapeutischen Massnahmen (Albendazol, Mebendazol).