• Ei von Taenia spp.

    SAF-Stuhl

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Kurzinformation:Taenia solium (Schweinefinnenbandwurm)

Vorkommen: T. solium ist zwar weltweit verbreitet, jedoch weniger häufig als T. saginata. Die Zahl der Infizierten wird auf 6 Mio. geschätzt.

Übertragung: Die orale Aufnahme von Zystizerken in rohem oder ungenügend gekochtem Fleisch führt zum Auftreten adulter Bandwürmer im Darm des Menschen. Die orale Aufnahme von Bandwurmeiern mit kontaminierter Nahrung zieht die Bildung von Zystizerken in Organen des Menschen nach sich.

Inkubation: Bei Befall mit adulten Würmern 8 Wochen, bei Befall mit Zystizerken 4-10 Wo.

Präpatenz: 8-18 Wochen
(erstes Auftreten von Proglottiden im Stuhl).

Mögliche Manifestation: Die Taeniasis zeigt beim Befall mit adulten Bandwürmern wenig ausgeprägte Symptome. Häufigste Anzeichen sind Gewichtsverlust, Verdauungsstörungen, Leibschmerzen, Juckreiz am Anus (infolge des Kriechens der Proglottiden) und heftige Hungergefühle, die mit Perioden von Appetitlosgkeit einhergehen.
Beim Befall mit nur einem Adultwurm sind die Infizierten oft beschwerdefrei. Die wesentliche Komplikation ist die Entwicklung einer Zystizerkose bei T.- solium-Infektionen.

Therapievorschlag: Mittel der Wahl ist Praziquantel (Cesol®). Die Heilungsrate beträgt gegen 100%.

Cesol® (Merk) ist durch internationale Apotheken zu beziehen.

Literatur: W. Lang, T. Löscher: Tropenmedizin in Klinik und Praxis, Thieme Verlag, 3. Auflage.
H. Mehlhorn, D. Eichenlaub, T. Löscher, W. Peters: Diagnostik und Therapie der Parasitosen des Menschen, Verlag Gustav Fischer, 2. Auflage.

Kommentar zur Routinediagnostik:

Die Infektion wird meist dadurch bemerkt, dass die Bandwurmglieder im Stuhl entdeckt werden. Die möglichen Proglottiden sollten immer zusammen mit dem SAF-Stuhl und entsprechendem Vermerk eingesandt werden.

Die Diagnose wird durch die Identifikation der Proglottiden oder dem Antreffen von Eiern im Stuhl gestellt.

Bei der Suche nach Wurmeiern im Stuhl muss die Präpatenzzeit der entsprechenden Species mitberücksichtigt werden.