• Blastocystis hominis

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  • Blastocystis hominis

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Kurzinformation:Blastocystis hominis

Vorkommen: B. hominis ist ein kosmopolitärer Parasit.

Übertragung: fäkal-oral (Trinkwasser, Nahrungsmittel)

Inkubation: Beim Menschen unbekannt; bei Tieren 2-3 Tage

Präpatenz: 2-3 Tage

Mögliche Manifestation: Die Pathogenität von B. homonis ist noch nicht ausreichen geklärt. Der heute zu den Amoeben zählende Einzeller wird nicht selten als einziger Erreger bei akuten oder chronischen intestinalen Beschwerden gefunden. Dabei stehen abdominale Schmerzen, breiige Durchfälle, Übelkeit, Völlegefühl und Inappetenz im Vordergrund. Zudem wurden Einzelfälle schwer verlaufender Erkrankungen mit profusen, z.T. blutigen Durchfällen gemeldet.
Allerdings findet man häufig auch einen intensiven Befall ohne Vorliegen von Symptomen.
Als Hauptsymptome bei immunkompromittierten Personen treten starke, wässrige Durchfälle auf.

Therapievorschlag: Die Therapie von „Schleimhautamoeben” ist nur gerechtfertigt, wenn andauernde Beschwerden auf sie bezogen werden können. Ihr Nachweis alleine stellt keine Indikation dar.

Wird eine Therapie in Betracht gezogen, werden Metronidazol oder Cotrimoxazol eingesetzt. In etwa einem Drittel der Fälle sind vereinzelt Zysten auch nach einem Therapieerfolg im Stuhl nachzuweisen.

Literatur: W. Lang, T. Löscher: Tropenmedizin in Klinik und Praxis, Thieme Verlag, 3. Auflage
H. Mehlhorn, D. Eichenlaub, T. Löscher, W. Peters: Diagnostik und Therapie der Parasitosen des Menschen, Verlag Gustav Fischer, 2. Auflage

Kommentar zur Routinediagnostik:

Die Diagnose wird durch die Zysten im SAF-fixierten Stuhl gestellt. In der Routine vermerken wir Zysten von B. hominis mit entsprecheder Mengenangabe.