• Ascaris lumbricoides, adulte Würmer
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  • Ei von
    A. lumbricoides

    entwickelte Larve
    nach Inkubation

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  • Ei von
    A. lumbricoides

    schlüpfende Larve

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Kurzinformation:Ascaris lumbricoides (Spulwurm)

Vorkommen: Die Askariasis ist ubiquitär verbreitet. Die Zahl der Infizierten wird auf 1,5 Mrd. geschätzt.

Übertragung: Der Mensch infiziert sich durch die orale Aufnahme befruchteter Eier. Gemüse oder Obst, welches mit fäkalhaltiger Erde oder Wasser verunreinigt ist, spielt bei der Übertragung die wichtigste Rolle.

Inkubation: 1-2 Wochen

Präpatenz: 10-12 Wochen.

mögliche Manifestation: Etwa 10-14 Tage nach der Infektion können sich während der Migrationsphase die akuten Krankheits- erscheinungen einer pulmonalen Askariasis manifestieren.
Die intestinale Askariasis führt bei leichten Infektionen selten zu Symptomen. Ein stärkerer Befall kann mit uncharakteristischen gastrointestinalen Beschwerden einhergehen. Vor allem bei Kindern mit starkem Befall treten nicht selten ernsthafte Komplikationen auf.

Therapievorschlag: Mittel der Wahl zur Behandlung der intestinalen Askariasis sind die Benzimidazolcarbamate. (Albendazol interagiert mit der Mikrotubuli-Bildung der Würmer und hemmt wie Mebendazol ihre Glukoseaufnahme).

Eine Einzeldosis Albendazol oder Mebendazol zeigt Heilungsraten von 80-100%. Bei gleichzeitiger Mitbehandlung einer Trichuriasis oder einer Hakenwurminfektion ist die Behandlung über 3 Tage vorzuziehen.

Wegen teratogener und embryotoxischer Effekte im Tierversuch sollen beide Medikamente nicht im ersten Trimester einer Schwangerschaft gegeben werden.

Literatur: W. Lang, T. Löscher: Tropenmedizin in Klinik und Praxis, Thieme Verlag, 3. Auflage
H. Mehlhorn, D. Eichenlaub, T. Löscher, W. Peters: Diagnostik und Therapie der Parasitosen des Menschen, Verlag Gustav Fischer, 2. Auflage

Kommentar zur Routinediagnostik:

Die Diagnose der intestinalen Askariasis erfolgt durch den Nachweis der typischen Eier im Stuhl. Nicht selten kann die Diagnose zudem anhand der adulten Würmer gestellt werden, welche auch oral ausgeschieden werden können.
Bei Verdacht auf Würmer durch wurmähnliche Gebilde im Stuhl müssen diese mit entsprechendem Vermerk miteingesandt werden.

Bei der Suche nach Wurmeiern im Stuhl muss die Präpatenzzeit der entsprechenden Species mitberücksichtigt werden.