• Dientamoeba fragilis (Trophozoit)

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Kurzinformation:Dientamoeba fragilis

Vorkommen: weltweit

Übertragung: fäkal-oral

Inkubation: variabel, da fakultativ pathogen

Präpatenz: Tage bis Wochen

Mögliche Manifestation: Unter noch nicht näher bekannten Umständen treten breiige Durchfälle mit abdominalen Schmerzen auf.

Therapievorschlag: Die Therapie von „Schleimhautamoeben” ist nur gerechtfertigt, wenn andauernde Beschwerden auf sie bezogen werden können. Ihr Nachweis alleine stellt keine Indikation dar. Zur Behandlung eignet sich in erster Linie das lumenwirksame Diloxanidfuroat (Furamid). Auch mit Metronidazol wurden gute Ergebnisse erzielt. Als Therapieerfolg gilt das Verschwinden der Beschwerden, nicht das völlige Verschwinden der Zysten.

Literatur: W. Lang, T. Löscher: Tropenmedizin in Klinik und Praxis, Thieme Verlag, 3. Auflage.
H. Mehlhorn, D. Eichenlaub, T. Löscher, W. Peters: Diagnostik und Therapie der Parasitosen des Menschen, Verlag Gustav Fischer, 2. Auflage.

Kommentar zur Routinediagnostik:

Dientamoeba fragilis ist eine kleine Amoebe, die kein Zystenstadium besitzt. Sie soll eng mit Enterobius vermicularis assoziiert sein und bedarf möglicherweise dessen Hilfe zur Übertragung.